Eine Emby-DB selbst auswerten

Emby muss seine Daten ja irgendwo speichern. Warum sollte es also nicht möglich sein, auch ohne die Emby-GUI in die Daten zu schauen? Irgendwo hatte ich gelesen, dass es sich um eine SQLite-Datenbank handelt, die die Daten verwaltet. Nach kurzer Recherche wurde klar, dass die relevante Datei library.db ist.

Läuft Emby auf einem aktuellen Synology-NAS, stößt man hier auf ein erstes Hindernis. Die Daten der App-Installationen ist nicht mehr so einfach zu erreichen. Um trotzdem an die Daten zu kommen, gibt es sicherlich viele Wege.

1.) in Emby ein Backup (Backup&Restore) einrichten. Hier kann man ein Zielverzeichnis wählen, dass auf normalem Weg zu erreichen ist. Ist aber langweilig und: es wird das gesamte Anwendungsverzeichnis gesichert. Das ist mir zuviel.

2.) Eine Möglichkeit finden, schnell und einfach via GUI auf die Daten zuzugreifen: Root File Browser

3.) Einen Backupjob einrichten, der nur die Datei library.db sichert. Idealerweise sehr leicht erreichbar.

Root File Browser auf Synology einrichten

Folgt bitte meiner Anleitung zur Einrichtung des Root File Browsers

Nun könnt ihr in das Verzeichnis /volume1/@appdata/EmbyServer/data browsen und euch die Datei library.db herunterladen:

Backupjob für library.db nach google drive einrichten

Dieser Weg hat mir irgendwie am besten gefallen. Dazu habe ich die folgende kleine Anleitung geschrieben.

Wenn du die Datei über das Backupscript gesichert hast, dann muss die Datei zuerst entpackt werden. In diesem Fall geht das mit 7zip.

Auswerten der Library.db

Es handelt sich, wie bereits erwähnt, um eine SQLite-Datenbank. Zur Auswertung einer solchen DB bieten sich diverse Wege an. Der für mich komfortabelste ist der SQLite-Browser:

ladet also https://sqlitebrowser.org/dl/ herunter.

Mit diesem Programm kann man nun die Datei library.db öffnen. Dort finden wir eine ganze Menge Tabellen. Zur Orientierung für euch empfehle ich die Tabellen Mediaitems und Mediastreams2. In die Tabellen kann man einfach so reinschauen. Die Datenbank (um ein solche handelt es sich) bietet den Vorteil, SQL-Abfragen zu definieren, die einem dann eine tolle Auswertungsmöglichkeit gibt. Ich habe für meinen Fall folgendes Select zusammengestellt.

select distinct items.name, items.OriginalTitle, ProductionYear
from mediastreams2 streams, mediaitems items
where (lower(streams.title) like '%kommentar%' or lower(streams.title) like '%commentary%')#####
and streams.itemid = items.id
and items.type=5
order by lower(items.name)

Diese Abfrage liefert mir alle Filme, in denen es Audiostreams gibt, die den Begriff „Kommentar“ oder „commentary“ enthalten.

Einen Überblick verschaffen kann man sich mit

select path, OriginalTitle, name, type from MediaItems order by type

Wir finden dort beispielsweise folgende Typen:

  • Type 3 Verzeichnisnamen
  • Type 4 Libraries
  • Type 5 Filme
  • Type 6 Serien
  • Type 8 Episodes
  • Type 11 musik tracks
  • Type 12 Hörbücher
  • Type 13 Musik/Hörbuch-Interpreten
  • Type 23 Cast & Crew
  • Type 25 Fotos

Viel Spaß beim Erkunden

Backupjob auf Synology NAS einrichten

dieser Backupjob wird verwendet, um einzelne Dateien auf google drive zu sichern, die in einem App-Verzeichnis liegen und vom normalen Backupjob des NAS nicht erreicht werden können.

Auch hier geht der Weg wieder über die Shell. Dabei verwenden wir ein Wahnsinnstool rclone.

sudo -i

Wir wechseln zuerst in das Verzeichnis /tmp und legen dort ein Verzeichnis rclone an und wechseln dann dorthin:

cd /tmp
mkdir rclone
cd rclone

Wir laden uns rclone herunter, entpacken es, setzen die Rechte und wechseln in das Unterverzeichnis:

curl -o rclone.zip https://downloads.rclone.org/rclone-current-linux-amd64.zip
7z x rclone.zip
chmod +x rclone
cd rclone-v1.72.1-linux-amd64

Nun verschieben wir rclone in ein Verzeichnis, das im System auffindbar ist:

sudo mv rclone /usr/local/bin

Jetzt muss rclone konfiguriert werden. Das Tool ist so komplex, dass das Konfigurieren für mich das Schwierigste war.

rclone config

Im Folgenden stellt rclone diverse Fragen. Die Antworten werden hier dokumentiert:

>n (new remote)

name>mygoogledrive  (der Name wird nachher als Ziel verwendet, frei wählbar)

>22 (derzeit die Nummer für google drive, es können auch andere Services verwendet werden)

client_id>enter drücken

client_secret> enter drücken

scope>1

service_account_file>enter drücken

edit advanced config? N

Use webbrowser to automatically authenticate rclone remote? N

Gehe jetzt auf dein Windows-System, dort https://downloads.rclone.org/rclone-current-windows-amd64.zip herunterladen. Das zip in ein Verzeichnis deiner Wahl entpacken, dann per Powershell in das Verzeichnis wechseln. Dort dann den Befehl eingeben, der dir in der NAS-Shell angezeigt wird. Etwa so:

rclone authorize „drive“ „hdfuerndflwerfwdmf“

In der Powershell wird dann ein Text (Token) zurückgegen mit der Anleitung, was genau man kopieren muss. Das Token wird dann in der NAS-Shell eingefügt und es geht weiter:

config_token>hier den Token einfügen

Configure this as a Shared Drive? (y/n)>n

Yes this is OK: y

q

Nun legen wir in der NAS-GUI im Wurzelverzeichnis ein Verzeichnis „scripts“ an. Dort erstellen wir eine Datei emby_backup.sh.

Die Datei editieren wir und fügen folgenden Text ein:

#!/bin/bash
# Quelle und Ziel
SOURCE="/volume1/@appdata/EmbyServer/data/library.db"
DEST=" mygoogledrive:verzeichnis_auf_googledrive"
# Logfile
LOG="/var/log/rclone_emby_backup.log"
# Zeitstempel
DATE=$(date +"%Y-%m-%d_%H-%M")
# Temporäre Dateien
TMP="/tmp/library_${DATE}.db"
TMP_COMPRESSED="${TMP}.xz"
# 1. Kopie erstellen (falls Emby die Datei gerade nutzt)
cp "$SOURCE" "$TMP"
# 2. Maximale Kompression (xz -9e = höchste Kompression + extreme Optimierung)
xz -9e "$TMP"
# 3. Upload nach Google Drive
/usr/local/bin/rclone copy "$TMP_COMPRESSED" "$DEST" --progress >> "$LOG" 2>&1
# 4. Temporäre Datei löschen
rm "$TMP_COMPRESSED"
echo "Backup abgeschlossen am $DATE" >> "$LOG"

Tipp: lege einen Unterordner auf google drive an. Du ersetzt dann im Script „verzeichnis_auf_googledrive“ mit deinem Verzeichnis.

Jetzt geht’s in den Aufgabenplaner der NAS-GUI.

  1. Erstellen → Ausgelöste Aufgabe → Benutzerdefiniertes Skript
  2. Benutzer: root
  3. Zeitplan: z. B. täglich 03:00
  4. Unter „Aufgabeneinstellungen“:
sh /volume1/scripts/emby_backup.sh

Damit wird das angelegte Script wie definiert regelmäßig ausgeführt.

nano als Editor in der Shell einrichten

Ich mag den Linux-Editor vi nicht, als Alternative habe ich mir nano installiert. Das geht über die Einbindung einer neuen Quelle im Paket-Zentrum. Dort wechselt man zu Einstellungen und den Reiter „Paketquellen“. Hier fügt ihr nun https://packages.synocommunity.com hinzu. Dadurch erhält man einen neuen Eintrag ganz links in der Paketzentrum-Übersicht namens „Community“. Dort steht nun weitere Software zur Verfügung. Wir benötigen die SynoCLI File Tools.

ssh-Zugang für Synology-NAS einrichten

Wer noch keinen Shellzugriff hat, muss zuerst in den NAS-Einstellungen („Systemsteuerung“) den Eintrag „Terminal&SMTP“ wählen und den ssh-Dienst aktivieren. Ich empfehle, den Port auf 22 zu setzen.

ACHTUNG: aus Sicherheitsgründen empfehle ich außerdem, den SSH-Dienst nach Gebrauch wieder zu deaktivieren.

Die Shell erreicht man unter Windows zB. mit der Powershell: dort gibt man ein:

ssh user@nas

Dabei solltet ihr einen User nehmen, der Admin-Rechte hat. Anstelle des „nas“ müsst ihr eventuell die IP-Adresse angeben.

Root File Explorer einrichten

Dafür habe ich keinen anderen Weg gefunden als den nun beschriebenen. Root File Browser bekomme ich als Docker Image. Über den Containermanager habe ich das Programm nicht ans Laufen gebracht. Mein Weg  geht über die Shell und Docker Compose.

Zuerst muss ein SSH-Zugang eingerichtet werden. Das erkläre ich hier. Außerdem habe ich mir den Editor nano eingerichtet.

Dann geht’s jetzt ans Eingemachte:

Wir brauchen root-Rechte:

sudo -i

EIn Verzeichnis für die Softwareconfiguration dort anlegen, wo wir Zugriff haben, dann dahin wechseln und die korrekten Rechte setzen:

mkdir -p /volume1/docker/filebrowser
cd /volume1/docker/filebrowser
chmod -R 777 /volume1/docker/filebrowser

Nun legen wir mit einem Editor die Konfigurationsdatei für docker an:

nano docker-compose.yml

Macht euch kurz mit nano vertraut und dann fügt in die Datei folgenden Code ein:

services:
  filebrowser:
    image: filebrowser/filebrowser:latest
    container_name: filebrowser
    command: ["--port", "8080"]
    ports:
      - "8081:8080"
    volumes:
      - /volume1/docker/filebrowser:/config
      - /volume1:/srv
    restart: unless-stopped

Dann abspeichern und nano verlassen.

So wird der File Browser gestartet:

docker compose up -d

Und dann sollte es funktionieren. Startet in eurem Browser http://nas-ip:8081/files/

Damit der File Browser auch immer beim Neustart des NAS mitgestartet wird, erstellen wir noch eine Aufgabe im Aufgabenplaner vom Typ „ausgelöste Aufgabe“|benutzerdefiniertes Script. Dort stellen wir den Benutzer „root“ ein, den Trigger „Hochfahren“ und unter Aufgabeneinstellungen hinterlegen wir das Script:

sleep 30
cd /volume1/docker/filebrowser
docker compose up -d

Star Trek meets Mord ist ihr Hobby

direct link to list

Motivation

Wie bekomme ich möglichst schnell heraus, welche Personen sowohl bei allen Star Trek-Serien als auch bei Murder She Wrote mitgemacht haben? Mir war aufgefallen, dass mir viele Gesichter in den X-Trillionen Folgen Murder She Wrote bekannt vorkamen. Meiner Vermutung war: von Star Trek.

Nur, wie finde ich ohne allzu viel Aufwand heraus, wer sowohl im Star Trek Franchise als auch bei Murder She Wrote mitmachte?

Copilot

KI is your Friend, klar. Also fix Copilot angeworfen und die Aufgabe gestellt. Das Ergebnis war eine Liste von ca. 40 Personen. Schnell wurde klar, dass die Daten des ersten Wurfes Schrott sind. Schauspieler und Rollen wurden vertauscht. Folgennamen waren vertauscht. Die Figur Q trat angeblich bei Murder She Wrote auf. Also nochmal. Ich erklärte copilot schrittweise, was zu tun ist:

  • 1.) Liste aller Darsteller aller StarTrek-Serien und Filme erstellen
  • 2.) Liste aller Darsteller aller Murder She Wrote-Folgen erstellen
  • 3.) Überprüfen, welche Personen in beiden Listen zu finden sind

Ich habe Copilot angewiesen, sehr genau zu sein. Copilot sollte nur die IMDB verwenden. Auch nach sicherlich 30 Zyklen u.a. mit der Bitte um Korrektur und einer anderen Vorgehensweise, der Angabe der fehlerhaften Daten usw. waren die Daten fehlerhaft. M.M.n. hatte ich alles getan, um die KI auf die richtige Bahn zu führen.

Das Ergebnis blieb also massiv fehlerhaft: zuviele Einträge, zuwenige Einträge, falsche Einträge.

Ein anderer Weg musste her.

IMDB Database

Glücklicherweise stellt die IMDB neben einer kostenpflichtigen API auch eine Offline-DB zum Download zur Verfügung ( https://developer.imdb.com/non-commercial-datasets/ ). Sie umfasst 7 tsv-Dateien mit insgesamt 8 GB. Das sind tab separated Value-Dateien. Unter https://sqlitebrowser.org findet man den SQLite-Browser, mit dem man einfach SQL-Datenbanken anlegen kann. Also los: Datenbank angelegt und TSV-Dateien importiert. Beim Import kam es zu Fehlern. Grund dafür sind Anführungszeichen in den tsv-Dateien. Das Problem ließ sich mit einem Powershell-Script umgehen:

param (
    [string]$original,  # Das Zeichen oder der String, der ersetzt werden soll
    [string]$replacement  # Das Zeichen oder der String, der als Ersatz verwendet werden soll
)

# Verzeichnis des Skripts
$scriptDir = Split-Path -Parent $MyInvocation.MyCommand.Definition
Set-Location -Path $scriptDir

# Durchsuchen aller .tsv-Dateien im aktuellen Verzeichnis
Get-ChildItem -Path $scriptDir -Filter *.tsv | ForEach-Object {
    $file = $_.FullName
    $content = Get-Content -Path $file

    # Ersetzen der Zeichen bzw. Strings im Inhalt der Datei
    $updatedContent = $content -replace [regex]::Escape($original), $replacement

    # Speichern der aktualisierten Inhalte in die Datei
    Set-Content -Path $file -Value $updatedContent
}

Write-Output "Zeichen bzw. Strings wurden in allen .tsv-Dateien erfolgreich ersetzt!"

Das Powershell-Script unterteilt die großen Dateien in mehrere kleinere. Sollte es hier bei euch Probleme geben, bitte mit dem Wert $lineLimit herumspielen.

Die erstellte Datenbank stelle ich nicht zur Verfügung, da ich nicht weiß, wie hier der rechtliche Rahmen ist.

Mit folgendem Select werden die entsprechenden Daten ermittelt:

select distinct nconst from (
select tp.nconst, te.tconst Folgen_ID, te.parenttconst Serien_ID, tb2.primaryTitle Folgentitel, tb.primaryTitle Serienname, 'S'||printf('%02d',seasonNumber)||'E'||printf('%02d',episodeNumber) episode
from title_basics tb,
     title_episode te,
	 title_basics tb2,
	 title_principals tp
-- selected series because there is much more than the known series:
where upper( tb.primarytitle ) in ('STAR TREK', 'STAR TREK: DEEP SPACE NINE', 'STAR TREK: DISCOVERY', 'STAR TREK: LOWER DECKS', 'STAR TREK: PICARD', 'STAR TREK: PRODIGY', 'STAR TREK: STRANGE NEW WORLDS', 'STAR TREK: THE NEXT GENERATION', 'STAR TREK: VOYAGER', 'STAR TREK: ENTERPRISE')
and tb.tconst = te.parentTconst
and te.tconst = tb2.tconst
and tb2.tconst = tp.tconst
and tb.titleType ='tvSeries'
and episodeNumber > 0)
union
select distinct nconst
from title_basics tb,
     title_principals tp
where upper( primarytitle) like '%STAR TREK%' -- movies with star trek in title
and tb.tconst = tp.tconst
and genres != 'Documentary'
and titletype = 'movie'
intersect 
select distinct nconst from (
select tp.nconst, te.tconst Folgen_ID, te.parenttconst Serien_ID, tb2.primaryTitle Folgentitel, tb.primaryTitle Serienname, 'S'||printf('%02d',seasonNumber)||'E'||printf('%02d',episodeNumber) episode
from title_basics tb,
     title_episode te,
	 title_basics tb2,
	 title_principals tp
where upper( tb.primarytitle ) in ('MURDER, SHE WROTE')
and tb.tconst = te.parentTconst
and te.tconst = tb2.tconst
and tb2.tconst = tp.tconst
and tb.titleType ='tvSeries'
and episodeNumber > 0)
order by tp.nconst;

Mit diesem Select werden alle Beteiligten in Form der IMDB-ID der Beteiligten zurückgegeben. Die ID (nconst) ist in den Tabellen der Datenbank als Key hinterlegt. Mit dem Key konnte ich das Ergebnis um zusätzlichen Daten mit weiteren Selects anreichern, um zum unten aufgeführten Ergebnis zu kommen.

Und was ist nun das Ergebnis? 202 Personen (Schauspieler und Regisseure, Schreiber etc.) sind bei beiden beteiligt gewesen.

Mit diesem Ansatz ist es sehr leicht, Star Trek auch mit anderen Serien abzugleichen. Alternativ könnte man natürlich auch das Star Trek Franchise durch andere Franchises ersetzen (zB. Marvel, Star Wars usw.).

Ergebnis

Generated by wpDataTables

Viel Spaß beim Ausprobieren. Und hinterlasst gerne einen Kommentar, wenn euch das gefallen hat.

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Frühstück bei Tiffany

Der Film:

Nach einem Roman von Truman Capote, der offen endet. Im Roman kommt viel klarer raus, dass Holly Golightly Call Girl bzw. Prosituierte ist. Das Buch spielt während des 2. Weltkriegs. Ihr Bruder stirbt im Krieg.

Unsere Bluray ist Teil der Audrey Hepburn 7-movie collection und der einzige Film dort mit einem Kommentar.

Blake Edwards (Regisseur): gestorben 2010, Pink Panther-Reihe, 2004 Ehrenoscar

Henry Mancini (Komponist): bekannter Song Moon River, im Film und Soundtrack Album gesungen von Audrey Hepburn. Mittlerweile mehr als 1000 Versionen. Text von Jonny Mercer (in 30-60er Jahren bekannter Songwriter). Der Song wurde wohl direkt für Audrey Hepburn bzw ihre Stimmlage komponiert. Bester Song und Beste Filmmusik-Oscar. Auch bekannt durch die Themen von Peter Gunn( https://www.youtube.com/watch?v=9DgFOsEs-kE ) , Pink Panther, Baby Elefant Walk ( https://www.youtube.com/watch?v=b1z4JfxFb6c )

Popsong Breakfast at Tiffanys von Deep Blue Something (1994): hier geht es um eine zerbrechende Liebe, in der der Ich-Erzähler die gemeinsame Erinnerung an den Film Breakfast at Tiffanys beschwört.

Audrey Hepburn (Holly Golightly, a.ka. Lulamae): Golightly umgspr. für ‚leichtlebig‘. In Belgien geboren. Alter ca. 30 Jahre zur Drehzeit. Bereits 1953 Oscar für ihre Rolle in „Ein Herz und eine Krone“. Eine der bekanntesten Hollywood-Schauspielerinnen ihrer Zeit. Vom American Film Institute 1999 auf Platz 3 der weiblichen Filmstars gewählt ( https://de.wikipedia.org/wiki/American_Film_Institute#Top_25_der_weiblichen_Filmstars ). auf Platz 1 steht Kathrine Hepburn, übrigens nicht verwandt mit Audrey. Allerdings wirkt diese Liste und das männliche Pendant so, als hätten ausschließlich alte Männer und Frauen die Personen gewählt. Es sind nahezu ausschließlich Schauspielerinnen und Schauspieler aus den 30-60er Jahren in den Listen zu finden. Ende der 60er zog sie sich fast komplett zurück. In den letzten 25 Jahren ihres Lebens drehte sie nur noch 5 Filme, der letzte war 1989 Always von Steven Spielberg. Sie engagierte sich dann sehr für UNICEF und überzeugte zB. auch Roger Moore, bei UNICEF mitzuarbeiten.
1993 mit knapp 64 Jahren an Krebs gestorben. 2022 kündigt Apple TV ein BioPic über Hepburn an.

George Peppard (Paul Varjak): vermutlich am bekanntesten für seine Rolle in der 80er Serie „Das A-Team“.

Mickey Rooney (Mr. Yunioshi): nicht japanischer Schauspieler, mit Maske, hervorstehenden Zähnen und Ungeschicktheit, kann kein „r“ aussprechen. Erinnert in seiner Mimik stark an Jerry Lewis.

Das Geschäft an der Kreuzung von Fifth Avenue und 57th Street ist als Aushängeschild des Unternehmens auch eine Touristenattraktion. In D. gibt es immerhin sieben Fillialen.

Selten ein Film gesehen, der mich einerseits so hilflos, andererseits aber auch so zwiegespalten zurücklässt. Die Dialoge sind unterhaltsam und gut. Es wirkt alles sehr stylisch. Gerade während der Party absurde Situationen, die in ihrem Humor für mich recht modern wirken. ABER….

Ist das eine Geschichte über eine starke unabhängige Frau? Sie oszilliert zwischen einer starken und mutigen Frau und dem hilflosen Mädchen. In jedem Fall ist sie nicht spießig. Ihre starke Seite scheint doch nur Schein und Show. Eigentlich ist sie ein hilfloses Mädchen (30 Jahre alt!). Man könnte das als komplexen Charakter bezeichnen. Warum tut sie ALLES für ihren Bruder? Mit 14 geheiratet, und dem ist sie entflohen. Bindet man sich an niemanden, ist man freier.

50 Dollars to go to the powder room: danach habe ich gesucht: es scheint auch im Englischen keine feste Redewendung zu sein, steht im Film aber offenbar für die Bezahlung sexueller Dienstleistungen.

Warum heißt der Film bzw. das Buch so? Das ist wohl ein Witz in den elitären Kreisen (die sich jedenfalls selbst so sehen) über Leute „vom Land“, die nach New York kommen und gefragt werden in welches Restaurant sie gerne gehen würden und dann eben antworten:“Lass uns bei Tiffany frühstücken“.

Truman Capote sagte über den Film: „Ich hätte kotzen können“.Ein guter Artikel über den Film „https://www.spiegel.de/geschichte/fruehstueck-bei-tiffany-a-947345.html„. Seine männliche Hauptfigur (Paul), ist homosexuell, so wie Capote selbst. Es gab auch kein Happy End im Buch.

Feministische Kritik am Film: https://ant1heldin.de/klassiker-frauenfilm-fruehstueck-bei-tiffany-feministische-kritik

Fazit:
Ehrlich gesagt verstehe ich den Hype um den Film nicht. Handwerklich ist der Film gut, ästhetisch auch, es gibt ein paar gute Szenen und Dialoge.

Der Kommentar:

Richard Shepherd: Produzent, u. Robin und Mariam (mit Sean Connery und Audrey Hepburn) 1976. Flammendes Inferno. Produktionsleiter von Warner und MGM von 1970 – 82, 2014 verstorben.

2006 in der Anniversary Edition dabei.

Es gibt viele längere Pausen. Er redet nicht so viel wie oft bei anderen Kommentaren, vielleicht 30%. Naja, die Produktion ist zum Zeitpunkt der Aufnahme immerhin 45 Jahre her und offenbar hat er sich nicht besonders gut vorbereitet.

Er erzählt, dass er und Edwards Hepburn wollten. Monroe wollte auch die Rolle, aber sie mussten ihr absagen. Im Gegensatz dazu kann man überall lesen, dass Monroes Manager nicht wollte, dass sie eine Prostituierte spielt.

Die Rolle bzw. die Darstellung des Japaners fand er nicht gut.

Vieles kennt man bereits, wenn man etwas über den Film gelesen hat.

Wenig Location Shots, der Film spielt in Manhattan, aber nur sehr wenige Szenen wurden dort gedreht. Das meiste wurde in Hollywood gedreht.

Bonus-Materialien:

20 Minuten Special über Mancini.
Sounds and Scores: A Practical Guide to Professional Orchestration

Doku über Mr. Yunioshi und asiatische Stereotypen im amerikanischen Film von 2008. Als positives Beispiel George Takei als Hikaru Sulu.

Contact

Der Film:

Basiert auf einem Drehbuch von Carl Sagan. Der ursprüngliche Film wurde aufgegeben. Daraufhin machte Sagan aus dem Drehbuch ein Roman. 1996 wiederum wurde dann doch mit der Produktion der filmischen Umsetzung des Romans begonnen. Davor wurde das Drehbuch von verschiedenen Drehbuchautoren umgeschrieben. Alle hatten verschiedene Ideen davon, wie die Geschichte als Film funktionieren könnte. So sollte zB. der Papst ein große Rolle einnehmen. Besonders schwierig schien das Ende des Film zu sein.

Ausnahmsweise mal ein Physik-Schwerpunkt. So kann man den Film besser einordnen.

Carl Sagan: 1996 verstorben. Physiker, Astronom, Autor

Pioneer-Plakette: Aluminium, vergoldet. Enthält die Darstellung eines Mannes und einer Frau, Darstellung des Sonnesystems und die Herkunft der Satelliten Pioneer 10 und 11. Außerdem die Position unserer Sonne relativ zu 14 Pulsaren und die Darstellung von Wasserstoff, weil die H1-Linie von Wasserstoff wichtig für die Radioastronomie ist: Kippt der Spin des Elektrons im Wasserstoffatom in die antiparallele Richtung, wird ein Radio-Photon ausgesandt mit der Frequenz von 1420,4056 MHz. Diese Frequenz wird im Weltall (durch zB. Gas) kaum absorbiert und gilt u.a. daher als vielversprechend. Die Info wird zB. mitgegeben als Hinweis, auf dieser Frequenz zu senden.

Voyager Golden Record: nochmal deutlich cleverer: vergoldetes Kupfer in einer Schutzhülle aus vergoldetem Aluminium. Es wurde Uran hinzugesetzt, damit an Hand des Zerfalls über die Halbwertzeit das Alter bestimmt werden kann. Auch hier gibt es wieder die Darstellung mit den 14 Pulsaren und der Hinweis auf den Wasserstoff. Dabei handelt es sich um eine Schallplatte, die Bilddateien und Audiosignale enthält. Daneben außerdem Grußbotschaften in Textform vom damaligen UN-Generalsekretär und auch vom US-Präsidenten Jimmy Carter. Dessen bemerkenswerter Text lautete: „Dies ist ein Geschenk einer kleinen, weit entfernten Welt, eine Probe unserer Klänge, unserer Wissenschaft, unserer Bilder, unserer Musik, unserer Gedanken und unserer Gefühle. Wir versuchen, unser Zeitalter zu überleben, um so bis in Eure Zeit hinein leben zu dürfen.“
In den 116 Bildern ( https://de.wikipedia.org/wiki/Bilder_auf_der_Voyager_Golden_Record )
sind Darstellungen zum menschlichen Verständnis der Physik und Chemie, zum Menschen an sich, zur Fortpflanzung, Biologie, Natur und Lebewesen, technische Errungenschaften und Kultur.

Er war an SETI im Kuratiorium beteiligt.
Autor von „Unser Cosmos“ und der Kommentator bzw. Moderator, mit Musik von Vangelis. 2014 Neuverfilmung mit Neil deGrasse Tyson, produziert von Seth MacFarlane

1985 bezeugte er vor dem US-Kongress die möglichen Folgen den Klimawandels.

1990 wurde auf seinen Vorschlag hin die Voyager-Sonde umgedreht und ein Foto Richtung Erde aufgenommen. Tatsächlich kann man auf der Aufnahme den „pale blue dot“ sehen. Diese Aufnahme ist die am weitesten entfernte Aufnahme von der Erde.

Isaac Asimov sagte, dass er nur zwei Menschen getroffen habe, die er für klüger hielt als sich selbst. Carl Sagan sei einer dieser Menschen gewesen (der andere Marvin Minsky).

Sagan starb während der Dreharbeiten. Zu Beginn des Abspanns gibt es eine Widmung „For Carl“.

Jodie Foster (Eleanor Arroway): Basiert auf Jill Tarter, ehemalige SETI-Forschungszentrum-Direktorin im Project Phoenix, die genau das machten, was auch im Film erzählt wird: es wurden Radiosignale von 800 Sternen auf Zeichen von Intelligenz untersucht.
Foster war beim Dreh 35. 1976 als Minderjährige Prostituierte in Taxi Driver von Martin Scorcese. Das Schweigen der Lämmer 1991 (Oscar dafür gewonnen). Auch Regisseurin und Produzentin. Stimme der Maggie Roark bei den Simpsons in der Folge „Four Great Women and a Manicure“ (https://simpsonswiki.com/wiki/Maggie_Roark)

Die junge Ellie gespielt von Jena Malone mit 13 Jahren: Die Tribute von Panem als Johanna Mason, das Tribut aus Distrikt 7., weibliche Hauptrolle in Donnie Darko, Sucker Punch. Ihre blauen Augen sind VFX

David Morse (Vater): 12 Monkeys, The Rock, World War Z

William Fichtner (der blinde Kent Clark): Heat, Strange Days, Black Hawk Down. „Clark Kent“ ist der bürgerliche Name von Superman

Angela Basset (Koordinatorin im weißen Haus?): Strange Days

Tom Skerritt (Ellis Vorgesetzter): MASH (1970, von Robert Altman), Alien (als Captain), Top Gun, Serie Picket Fences

Matthew McConaughey (Palmer Joss): Interstellar

James Woods (Michael Kitz): White House Down, John Carpenters Vampire, Casino, Getaway (mit Kim Basinger und Alec Baldwin)

John Hurt (Industrieller S. R. Hadden): zB. Olivander in den Harry-Potter-Filmen.

Jake Busey (Joseph, Terrorist): zB. in Star Ship Troopers.

Don Burgess (Director of Photography): Forest Gump, Deep Impact, Bourne Identität, Aqua Man…

Arthur Schmidt: Zurück in die Zukunft, Forrest Gump…

Robert Zemeckis, Don Burgess und Arthur Schmidt haben viele gemeinsame Filme gemacht

Locations: Arecibo, Puerto Rico, gebaut schon 1963: James Bond, Golden Eye 1995; 2020 wurde die Anlage zerstört. Next Generation Arecibo Telescope (NGAT) beruht auf einem beweglichen Array von vielen kleinen Teleskopen, die insgesamt größere Sammelfläche als das alte Teleskop haben, eine größere Empfindlichkeit und ein 500 mal größeres Sichtfeld.

Very Large Array in New Mexico mit 27 Radioteleskopen. Am Ende des Films sieht man eher die Anzahl der Teleskope, die im Buch gedacht waren. Übrigens: Geplant ist aktuell ein Square Kilometre Array weltweit. Kleinere und größere Radioteleskope, die zusammengeschaltet werden müssen. Irre: dort wird ein Datenaustausch benötigt, der die Daten des Internets von 2018 übersteigt.

Neben den beiden Locations gabs über 25 Sets in Studios von Warner.

13 CNN-Reporter traten im Film auf. Das führte anschließend zu massiver Kritik.

In mindestens einer Szene sieht man den Netscape Navigator.

Die Selbstmordpille, die Elli gereicht wird, hat eine größere Kontroverse ausgelöst. Die Nasa sagt, dass es keine Suizidpillen gibt, den Sauerstoff im Anzug oder der Station abzustellen, funktioniert genauso gut.

Die Suche nach außerirdischen Signalen wird im Film sehr gut dargestellt. Auch das Ausschließen von Störquellen ist mitterweile üblich.
Tatsächlich gibt es bis heute ein ungeklärtes Signal, das berühmte wow!-Signal auf der vorhin schon genannten Wasserstofffrequenz: https://www.heise.de/hintergrund/Die-X-Akten-der-Astronomie-Das-Wow-Signal-oder-Ist-da-jemand-4856930.html. Leider hat sich dieses Signal nicht wiederholt und ist daher bis heute nicht offiziell als Zeichen außerirdischer Intelligenz anerkannt. Es gab noch weitere Signale, die aber alle oft im Nachhinein recht zweifelsfrei als Erdsignale erkannt wurden.

Sind Aliens eine Bedrohung, wenn sie auf die Erde kämen? Ein wiederkehrendes Thema in Sci-Fi-Filmen. Im Film wird die Meinung vertreten: wenn eine Zivilisation so weit wie im Film entwickelt ist, also in der Lage ist, Maschinen zum Transport über zig Lichtjahre zu ermöglichen, kann nicht an Krieg interessiert sein.

Thema: Wissenschaft vs. Religion. Für einen amerikanischen Film ein mutiger Film, auch wenn der Vertreter der Religion als nett dargestellt wird, Interessant, wie schwierig es offenbar in den USA ist, sich als nicht religiös zu outen.

Der Film vertritt die Meinung, dass sich Wissenschaft und Religion nicht ausschließen und gemeinsam nebeneinander existieren können. Sagan selbst war da sehr ausgewogen ( https://www.wondriumdaily.com/carl-sagans-contact-balancing-religion-and-science/ ), im Gegensatz zu zB. Richard Dawkins.


Warum macht man bei der zweiten Maschine es nicht einfach nochmal, wenn man nicht glaubt, dass es funktioniert hat.

Für mich einer der am meisten unterschätzten Filme überhaupt. VFX werden nicht übertrieben, Zemeckis nutzt viele VFX für tolle Kamerafahrten und Einstellungen.

Kommentar 1:

Ken Ralston: wie viele Andere in Bob Zemeckis Stab Teil einer eingeschworenen Crew (Cast Away, Zurück in die Zukunft, Polarexpress, Star Trek 2-4) 5 Oscars für Special Effects. Bis 1996 bei ILM, dann President bei Sony Pictures Imageworks ( https://en.wikipedia.org/wiki/Sony_Pictures_Imageworks ). Sony hat auch die VFX für Contact gemacht, aktuell zB. Doctor Strange and the Multiverse of Madness
Stephen Rosenbaum: (ILM, Weta) Avatar, Jurassic Park, Kong Skull Island. Zuletzt ist er wohl bei der Apple Mini Serie „Masters of the Air“ als VFX Supervisor beteiligt.

Bob Zemeckis gewinnt den Preis für den Film mit den meisten Änderungen am Drehbuch während der Produktion.

Wie zu erwarten werden die VFX beschrieben, auch bei Szenen, wo man es nicht erwarten würde. Die Verwendung von Translight wird beschrieben. Hier wird teilweise mit 20*5m großen Bildern am Set gearbeitet. Firmen wie rutters haben sich auf sowas spezialisiert ( https://translights.com/ ).

Es wird über auch die verwendeten Kameras geredet (vistavision und 65mm).

Steven Ford, President Fords Sohn, Schauspieler, hat eine kleine Nebenrolle als Astronaut, der wegen seiner Kinder aus dem Anwärterrennen aussteigt.

Bei den Szenen rund um die Maschine musste durchgehend darauf geachtet werden, dass die Maschine immer korrekt im Hintergrund eingesetzt wird.

Das ist vielleicht der witzigste der drei Kommentare.

Explosion der ersten Maschine dauerte drei Monate.

Rotoscoping wird oft erwähnt. Was ist das? Beim Animieren spricht man von Rotoscoping, indem Filmbilder auf ein Matte projeziert und dort nachgezeichnet werden. Bei VFX arbeitet man mit einer ähnlichen Technik zum Freistellen oder Ausschneiden und Einfügen von Elementen im Film. Während früher dafür spezialisierte Software und viel manueller Aufwand nötig war, macht das zB. Adobe After Effects quasi nebenbei.

U.a. wird auch Inferno erwähnt, ein VFX-Tool, das in den neunziger/2000er Jahren noch weit verbreitet war. Ursprünglich von Discreet, wurde dann von autodesk aufgekauft. So wie autodesk so ziemlich alles aus diesem Bereich aufgekauft hat: wie zB. die Produkte von Alias.

Bei den Aufnahmen in der Maschine flippen beide aus und erklären sehr viel, u.a. auch, wie in VFX Shots blaue Reflektionen von Bluescreens rausretouchiert werden mussten, bevor man die eigenlichen VFX-Shots einfügen konnte.

Wenn Elli in der Alienwelt schwebend aufwacht: diese Szene wurde sieben Tage vor Kinobeginn fertiggestellt.

Gefühlt 30% der Themen werden in allen drei Audiokommentaren erzählt.

Kommentar 2:

Kommentar von Jodie Foster von spätestens 1998.

gut verständlich, ohne Untertitel, 80% des Films redet sie.

Sie redet gefühlt 60% über die Motivation der Figuren, über die philosophischen und psychologischen Überlegungen. Mir scheint, sie gibt nochmal wieder, was sie bei der Ausgestaltung ihrer Rolle reflektiert hat.
Das Arecibo wurde für den Film digital aufgehellt und gesäubert.
Das Arecibo-Labor-Set wurde 1:1 wie das original gebaut.

Bei den Dreharbeiten am VLA regnete es häufig, was die Dreharbeiten schwierig machte.

Sie erwähnt oft Carl (Sagan) und seine Anmerkungen und Befürchtungen und konnte während der Dreharbeiten mit ihm reden.

über die Arbeit mit Zemeckis und die vielen komplexen und langen Shots. Sie erzählt von den Mastershots ( https://de.wikipedia.org/wiki/Master_Shot ), die oft direkt für den Film verwendet werden und die komplette Szene abbilden. Zemeckis hat oft Szenen komplett organisiert und gedreht, was eine Menge an Koordinierung und Aufwand bedeutet, besonders in Szenen mit vielen Personen. Der Mastershot dient daher auch der Continuity beim Schnitt, weil er den ursprünglich geplanten Ablauf einer Szene und zB. der Schauspieler und ihrer Orte zeigt. Lt. Wiki dient er oft als fallback, wenn man Aufnahmen vergessen hat oder zum Zwischenschneiden bei Nahaufnahmen einer Szene.

Ansprache von Clinton war die Ansprache von 1996 über den Fund von Mars-Gestein mit fossilen Bakterien. Später stellte sich das als Irrtum heraus.

über die Dreharbeiten in Cape Caneveral, das Schauspielern mit Videobildschirmen wie Computermonitoren oder scheinbare Videotelefonie. Es wurden dort wohl immer voraufgezeichnete und zur Aufnahme abgespielte Filme verwendet.

Tatsächlich redet sie viel über die Perspektive als Schauspielerin auf den Film und über das Drehbuch und die Geschichte. Das ist bestimmt für angehende Schauspieler interessant zu sehen, wie man sich einer Geschichte bzw. einer Rolle nähert.

Kommentar 3:

Design des Main Title am Buch angelehnt.
Intro (Zoomout) soll die Dimension des Weltalls zeigen.

Steve Starkey (Produzent): Forrest Gump, Polarexpress, Cast Away. Starkey denkt offenbar sehr ähnlich wie Zemeckis.

Robert (Bob) Zemeckis (Regisseur, Produzent): Zurück in die Zukunft, Cast Away, Der Polarexpress, ganz aktuell 2022 Pinocchio

Besser verständlich als Jodie Foster.

Auch bereits 1998 aufgenommen.

Schlechtes Wetter bei den Außendrehs.
Cracker Jack-Snack mit dem Plastik-Spielzeug (Kompass?) von von Matthew McConaughey wird seit den 70ern nicht mehr produziert.

Drake Gleichung wird erwähnt: die Wahrscheinlichkeit von außeririschem Leben.

Lobpreisung der Computereffekte. Viele wurden in Contact für besondere Kamerafahrten verwendet (beispielweise Fahrten durch das Fenster ihres Heimathauses oder wenn sie zum Medikamentenschrank läuft.

Der Sound des Aliensignals entwickelt sich im Laufe des Films.

Über das Interieur von Hadens Flugzeug und das passende Farbdesign der Klamotten und des Sets.

Über lange Shots wie die Szene beim Empfang in Washington mit x Komparsen und dem langen Gespräch zwischen den beiden. Motivation: intime Momente nicht durch Schnitte zerstören.

Zemeckis: „Editing is feeling, not thinking“ Zum Thema Editing zB auch der folgende Youtube-Kanal: https://www.youtube.com/c/ThisGuyEdits/videos

Über Videoplayback-Szenen wie zB. das NASA-Control-Center mit 24 Monitoren, die alle korrekt laufen sollten.

Bullitt

Der Film:

nach dem Roman Polizeirevier 52 (orig: Mute Witness) von Robert L. Pike
spielt in San Francisco

Lalo Schifrin (Musik: seit den 60ern. zB.Titelthema Mission Impossible: https://www.youtube.com/watch?v=tGSUjuSBt1A )
Peter Yates (Director: auch good will hunting, ein ungleiches Paar)
William A. Fraker (DP: u.a. war games.)
Frank P. Keller bekam den Oscar für den besten Schnitt (siehe Bonus-Material)

Steve McQueen (Bullitt, auch Gesprengte Ketten, die glorreichen Sieben, Kanonenboot am Yangtse-Kiang, Thomas Crown ist nicht zu fassen, Papillon, Flammendes Inferno), zu McQueen mehr bei den Bonus-Materialien
Jaqueline Bisset (Roman Polańskis Film Wenn Katelbach kommt und zB. Hauptrolle in François Truffauts Die amerikanische Nacht, Mord im Orient-Express )
Robert Vaughn (Chalmers, spielte mit McQueen zusammen in den Glorreichen Sieben)
Robert Duvall (Taxifahrer, auch Hauptrolle in THX 1138-Debutfilm von George Lucus, Der Pate, die Körperfresser kommen)

Killer: Paul Genge
Fahrer: Bill Hickman (tatsächlich Stuntfahrer), sieht für mich wie eine Sean Connery-Kopie aus der frühren James Bond-Zeit aus.

im hinteren Teil des Films sieht man einen Magnavox Telecopier – eines der ersten Faxgeräte

extrem stiller Film, angenehm untermalender und nicht aufdringlicher Soundtrack.

der erste Film in unserer Todo-Liste

Die Bilder und Schnitte sind sehr innovativ für die Zeit. Der Film wirkt trotz seines Alters noch immer recht frisch.

der Film ist besonders bekannt für seine besonders lange Verfolgungsjagd durch San Francisco. Hier lohnt es sich, mal die Menge der abfallenden Radkappen zu zählen. McQueen ist zT. selbst gefahren. Aus Versicherungsgründen durfte er aber nicht alles fahren. In den 90er Jahren gab es eine geschickt geschnittene Werbung, in der Aufnahmen aus Bullitt mit Aufnahmen des damals beworbenen Ford Puma vermischt wurden: https://www.youtube.com/watch?v=6C9XRT-AFxc.

Der Film wird in hunderten anderen Filmen zitiert, so sieht man zB. in Cloud Atlas (2012) beide Autotypen (Ford Mustang, Dodge Charger) nebeneinander stehen.

Der Film bekam auf der IMDB ein Rating von 7.4., so wie Drei Tage des Condor, Cloud Atlas, die dunkelste Stunde.

Ob sich das Einspielergebnis von 40 Mio nur auf die USA bezieht, ist nicht ganz klar. Bei älteren Filmen fehlen oft die Daten.

Der Kommentar:


Peter Yates (1929 in England geboren) war Rennfahrer, ähnlich wie McQueen, wechselte aber recht früh zum Film. Sein erster Film war 1963 Holiday für dich und mich. Die Verfolgungsfahrt in seinem Film Millionen-Raub beeindruckte McQueen so sehr, dass er Yates als Regisseur haben wollte.
Guter Washington-Post-Artikel zum Tod von Yates 2011: https://www.washingtonpost.com/obituaries/peter_yates_director_of_bullitt_and_breaking_away_dies_at_81/2011/01/10/ABxHHkD_story.html

Er hat keinen der renommierten Filmpreise gewonnen, aber drei Schauspieler in seinen Filmen dahingeführt.

Der Film ist Yates erster amerikanischer Film.

Der Kommentar ist vermutlich von 2005, zumindest gibt es ab dann DVDs mit dem Kommentar.

Er lobt den Kameramann für seine mutigen Einstellungen und experimentellen Ansätze.

Der Film wurde ausschließlich on location gedreht, also gar nicht im Studio, weil Yates das auch so kannte.

Yates erzählt, McQueen sagte von sich, er sei kein Actor, sondern ein Re-actor, widerspricht dem aber. Er lobt McQueens Schaupiel. Ich bin mir immer nicht so sicher, weil er in allen Filmen, die ich kenne, so extrem zurückgenommen spielt. Sieht man im Gegensatz dazu zB. das Schauspiel von William Shatner in Star Trek zur selben Zeit, ist der Unterschied schon extrem. McQueen kann mit seinem Blick sehr viel aussagen. Er sagte wohl oft: „weniger Text, das mache ich mit meinen Augen.“
Und das McQueen wirklich so wenig redet, fällt tatsächlich erst auf, wenn man darauf achtet.

Er redet über den Einsatz langer Linsen, die er häufig bevorzugt, a.u. sind die Bilder dann athmosphärischer.

Lalo Schifrins zurückhaltende Musik wird erwähnt.

Er betont die Bedeutung von Proben, auch, damit sich die Beteiligten kennen lernen.

Er redet auch viel, sicherlich 90% der Zeit. Manchmal etwas stotternd und zögerlich.

Der deutsche Kamerahersteller Arriflex wird erwähnt, der sich bei McQueen und Bullitt für den Einsatz der Kamera bedankt. Ein aufwändiger Bericht über den Kamerahersteller ist hier zu finden: http://www.lusznat.com/cms1/index.php/kinomuseum-muenchen/die-arriflex-story

Die Kofferauspackszene war improvisiert, beide Schauspieler wussten nicht, was und wo es versteckt war.

Natürlich erzählt er viele Anekdoten und Erlebnisse auch mit McQueen.

Bonus 1:

Steve McQueen: Die Coolness in Person(von 2005)

Interviews über Steve McQueen mit vielen bekannten Gesichtern aus Hollywood, aber zB. auch mit LeVar Burton, der mit ihm in The Hunter gespielt hat.

Die fast 90minütige Doku hangelt sich entlang der Filme.

Der Film erzählt darüber, wie er sich in Drogen verliert, sich komplett ändert, sogar von seiner Freu trennt er sich nach 15 Jahren und heiratet Ali Mac Graw, trennt sich wieder und heiratet bald darauf ein Model. 1980 stirbt er mit 50 Jahren an Brustfellkrebs, vermutlich mitverursacht durch sein Rauchen.

Drogenmißbrauch: https://fherehab.com/learning/steve-mcqueen-drugs von Kokain, mutmaßlicher Mißbrauch als Kind.

Ein schöner Artikel zum 40. Todestag erschien in der nzz: https://www.nzz.ch/feuilleton/steve-mcqueen-der-geniale-minimalist-unter-den-schauspielern-ld.1585025

Bonus 2:

The Magic of Movie editing (2004)

Geschichte des Editings mit dem Film the great train robbery als Beispiel für frühes Editing. Über den Sinn verschiedener Einstellungen, unsichtbarer Schnitte usw.

Es geht darum, dass zu Beginn oft Frauen Editor waren.

Es geht auch im das Dilemma zwischen Regisseur und Cutter, denn der Cutter will nicht auf Material verzichten.

Das Who is who des Filmemachens der 90er und 2000er tritt dort auf. U.a. Quentin Tarantino und Sally Menke („seine“ Editorin, starb leider schon 2010 mit 57)

Über die Manipulationskraft des Editings, zB. hier nachlesbar: http://www.hollywoodlexicon.com/montage.html

Mit dabei u.a.: Jonathan Demme/Craig McKay, Chris Columbus, Paul Verhoeven/Mark Goldblatt, Martin Scorcese, Steven Spielberg/Michael Kahn, Anthony Minghella u. Francis Ford Coppola/Walter Murch (Cold Mountain), Ridley Scott

Über die Aufgaben des Editings: den ersten Schnitt, die Aufgabe, den Film umzustellen, wenn er nicht funktioniert, über die Bedeutung des Rhythmus bezogen auf die Stimmung des Films, das Fixen von Fehlern bei der Aufnahme.

Das beste Bonus-Material, das ich bisher gesehen habe.

Mord im Orientexpress (2017)

Der Film:

Verfilmung des Agatha Christie-Romans von 1934. Die zweite, hochkarätig besetzte Verfilmung nach 1974 mit Albert Finney, Lauren Bacall, Ingrid Bergman, Jaqueline Bisset, Michael York und Sean Connery. In der Rolle des Schaffners Jean-Pierre Cassel, Vater von Vincent Cassel (Die purpurnen Flüsse, in einigen Oceans-Filmen als Meisterdieb Nachtfuchs, Asset in Jason Bourne). Die damalige Verfilmung kostete 1.7 Mio Pfund und spielte lt. IMDB 27 Mio Dollar weltweit ein. Es gab weitere Verfilmungen, zB. mit Alfred Molina und Fritz Wepper („Harry, hol schonmal den Wagen“).

Basiert auf den realen Ereignissen um die Entführung des Lindbergh-Babies, das 1932 mit zwei Jahren entführt wurde. Zwei Monate später wurde eine stark verweste Kinderleiche gefunden. Bis jetzt gibt es Zweifel am Täter, der bis zu seiner Hinrichtung bestritt, beteiligt gewesen zu sein. Charles Lindbergh wurde berühmt durch seine Überquerung des Atlantik 1928, die ihm als Erster non-stop von New York nach Paris gelang.

Auch die aktuelle Verfilmung setzt auf einen Star Cast mit Regissseur und Hauptdarsteller Kenneth Branagh, Michelle Pfeiffer, Dame Judi Dench, Johnny Depp, Willem Dafoe, Penelope Cruz, Derek Jacobi.

Kenneth Branagh: Regisseur und Schauspieler, zB. Regisseur bei Thor, Gilderoy Lockhardt in Harry Potter („Professor? Ich?“). Jede Menge Shakespeare-Verfilmungen.

Michelle Pfeiffer (Caroline Hubbard, Schauspielerin Linda Arden, Mutter von Sonia und Helena, Großmutter von Daisy ): Scarface, die Hexen von Eastwick, als Catwoman in Batman returns oder auch als Wasp bei Ant Man and the Wasp (Marvel). Vorgesehen waren hier ursprünglich Angelina Jolie oder Charlize Theron

Dame Judi Dench (Gräfin Dragomiroff, befreundet mit Linda Arden und Patin der Tochter Sonia Armstrong ): natürlich als M in den James Bond -Verfilmungen ab 1995 Chocolat, Philomena

Jonny Depp (Casseti): Piraten der Karibik-Serie, Chocolat, Ed Wood und zig andere. Aktuell durch seine gerichtliche Auseinandersetzung mit Amber Heard in den Medien.

Willem Dafoe (Gerhard Hardman, Verlobter des Kindermädchens Susanne): Platoon, Wild at Heart, Shadow of the Vampire (als Max Schreck), Grand Hotel Budapest, Spider-man

Penelope Cruz (Pilar Estravados, Daisy’s Krankenschwester, nicht im Buch): hi-low country, vanilla sky, Woody Allens Komödie Vicky Cristina Barcelona (2008, Oscar)

Derek Jacobi (Edward Masterman, eigentlich Bursche von Colonel Armstrong im Krieg und später sein Diener ): Gladiator (2000) verkörperte er den Senator Gracchus, Underworld: evolution, tomb raider von 2016.

Daisy Ridley (Mary Debenham, eigentlich Gesellschafterin, Gouvernante und Sekretärin im Haus Armstrong sowie Lehrerin von Helena) : zuvor als Rey in Star Wars das Erwachen der Macht

Sergej Polunin (Graf Andrenyi, Onkel von Daisy): russischer Balletttänzer ukrainischer Abstammung. Er hat ein Tattoo von Wladimir Putin auf seiner Brust ( https://www.watson.ch/international/sport/171175110-sergei-polunin-der-ukrainische-tanzrebell-mit-dem-putin-tattoo ) Bisher hat er sich noch nicht zum Angriff Russlands auf die Ukraine geäußert.

Die Personenkonstellationen kann ich mir nur schwer merken. Hier ein Überblick: https://de.wikipedia.org/wiki/Mord_im_Orient-Express_(Roman)

Der Film wurde analog auf 65 mm gefilmt. Dabei wurden wohl die letzten vier Kameras dieser Art eingesetzt. Das Format wurde Ende der 50er Jahre des letzten Jahrhunderts von Panavision entwickelt. Der Film wird dann auf 70mm inkl. Sound für das Kino kopiert. Diese Vorgehensweise wird oft verwendet, wenn man einen „alten Look“ haben möchte.

Der Film wurde von einigen Kritikern verrissen, von anderen durchaus gelobt. Zumindest in den Kinos war es ein Erfolg. Mit einem Budget von 50 Mio kamen immerhin 350 Mio in die Kassen der Kinos.

Der Kommentar:

Michael Green: Alien Covenant, Blade Runner 2049, Logan The Wolverine, Jungle Cruise

Beide sind gut zu verstehen, es gibt aber auch Untertitel.

Es geht allgemein um den Dreh und das Schreiben des Films. Branagh beschreibt zB. die Vorteile des 65mm Films (siehe auch https://www.in70mm.com/news/2016/whatford/index.htm ). Außerdem wird zB. auf die Drehorte eingegangen wie zB. Malta mit der Klagemauer.
Interessant sind die Anmerkungen zur Einführungsszene des Zugs. Hier wird ein unglaublich aufwändiger One Shot gedreht, der fast alle wichtigen Schauspieler und den Zug in einem zweieinhalb Minuten langen Shot zeigt, in dem die Kamera nicht eine Sekunde still steht und zusätzlich zig Statisten im Bild zu sehen sind.

Er erkärt die Idee zum doll house shot (also gefilmt von Oben nach unten), als die Tür zum Tatort aufgebrochen wird. Über die vielen realen Drehorte bzw. Bauten wie zB. der Zug auf dem Viadukt, der tatsächlich in der Größe gebaut wurde.